Das Augeninnere wird von der Netzhaut ausgekleidet. Unsere Netzhaut übt die eigentliche Sehfunktion aus. Auch eine geringfügige Schädigung der Netzhaut kann eine Beeinträchtigung der Sehschärfe zur Folge haben.

Netzhautablösung

Durch Verletzungen oder durch Zug des Glaskörpers an der Netzhaut kann ein Riss entstehen, durch welchen Augenwasser hinter die Netzhaut läuft und damit die Netzhaut von der Aderhaut trennt. Wir sprechen von einer Netzhautablösung. Dieser Zustand tritt wegen der besonderen anatomischen Verhältnisse bevorzugt bei Kurzsichtigen auf.

Warnzeichen für dieses Ereignis sind

  • Lichtblitze
  • Rußregen
  • Einseitige, plötzliche Sehverschlechterung
  • Schwarzer Vorhang oder aufsteigende Mauer

Diabetes mellitus

Durch diese Stoffwechselerkrankung werden die kleinsten Blutgefäße geschädigt – auch die der Netzhaut. Durch Mangel an Insulin ist der Blutzuckerspiegel erhöht. Die Veränderungen am Augenhintergrund führen zu einer allmählichen Herabsetzung der Sehschärfe. Am Augenhintergrund sieht man feine Blutungen, Gefäßveränderungen und Fettablagerungen.

Wichtig:

  • Blutzucker und Blutdruck sorgfältigst einstellen!
  • Regelmäßige augenärztliche Kontrollen

Altersabhängige Makuladegeneration

Bei der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) kommt es in der Netzhautmitte durch eine Durchblutungsstörung, Ablagerungen und Abbau von Gewebe zum Ausfall der Stelle des schärfsten Sehens (Makula). Dem Patienten fehlt das Zentrum seines Sehfeldes, also genau der Teil des Gesichtsfeldes, den er auf alles richtet, was er genau erkennen will. Die äußeren Gesichtsfeldanteile bleiben intakt und ermöglichen eine grobe Orientierung.

Man unterscheidet generell zwei Formen der altersabhängigen Makuladegeneration:

  • die trockene Form
  • die feuchte Form

Bei allen Netzhauterkrankungen ist eine frühzeitige Erkennung sehr wichtig.